Gerade jetzt leiden 450.000 Menschen in diesem Land - mehr als 2x Linz - an einer Depression...


Depression ist ein sehr häufiges Leiden. Bis zu geschätzten 20% aller Menschen - Österreich somit 1,8 Mio -  leiden einmal im Laufe des Lebens daran. Möglicherweise mehr. Man darf davon ausgehen, dass etwa 5% der Bevölkerung gerade jetzt unter einer Depression leiden – Das sind unfassbare 450.000 Menschen! Davon sind mindestens 50% völlig unbegleitet!

Vielfach wird die Depression gar nicht erkannt - andererseits meinen Betroffene "das alleine schaffen" zu müssen. Leider hat das viel  mit mangelndem Wissen zur Depression zu tun. So stellen etwa viele Schmerzphänomene ohne klassische Depressionszeichen oder Fälle von Übergewicht klare Manifestationen einer Depression dar. -  Hier geht es zu einem  Selbsttest, der natürlich nur die gängigsten Symptome berücksichtigt.

Eine Sonderform dieser Erkrankung ist mit einer Häufigkeit von etwa 1:5 die so genannte Saisonale-Depression. Eine nette, geschäftstüchtige Hypothese geht davon aus, ein „Mangel an Sonnenlicht“ könnte dafür verantwortlich sein...

Das IMTAT verfügt über mehrjährige Erfahrung bei Angst- und Depressions-Erkrankungen. Beide Krankheitsbilder steigen kontinuierlich an und Angststörungen sind - knapp von Depressionen gefolgt – statistisch häufigster Beweggrund, warum Menschen die MTG-Therapie in Anspruch nehmen.

In der praktischen Arbeit mit den Betroffenen – das gilt sowohl für Depressions- als auch Angstpatienten - hat sich gezeigt, dass es unter MTG-Therapie im Fall einer so genannten Intensivtherapie sogar binnen weniger Tage zu entscheidenden, standardisiert messbaren Besserungen kommt. Beide Erkrankungen sind in der überwiegenden Zahl der Betroffenen HEILBAR.

Nur in schweren Fällen sind Psychopharmaka erforderlich, allerdings sind die nur eine vorübergehende symptomatisch-chemische Krücke für den Gehirnstoffwechsel - so ähnlich wie Schmerzmittel eben den Schmerz unterdrücken. In der überwiegenden Zahl der Fälle sind Antidepressiva nicht angebracht, da eine effiziente Therapie ohnehin rascher und zuverlässiger wirkt. A-Depressiva wirken nur in etwa 50% der Fälle wunschgemäß, in 25% unzulänglich und in 25% gar nicht ...

Nicht beeinflusst werden von ihnen die epigenetische Disposition oder wichtige Bereiche des Verhaltens wie etwa Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Sozialverhalten, Sozialkompetenz, Achtsamkeit und andere wichtige Verhaltensparameter. Genau da setzt die MTG-Therapie besonders effizient an, wobei das gezielte aktive Tun den entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt.

Dabei steht nicht ein „standardisiertes Krankheitsbild“ im Mittelpunkt, sondern der individuelle lösungsorientierte Bedarf der Betroffenen.

Die MTG-Therapie wurde am IMTAT entwickelt und wird sonst nirgendwo angeboten. Das Tier stellt dabei unter anderem eine Art sozialen Sparringpartner dar, der im problembezogenen Setting sofort positive Rückmeldung gibt, wenn sich Sozialkompetenz und Beziehungsfähigkeit wieder verbessern. Dieses positive Echtzeit-Feedback ermuntert natürlich besonders stark, sich in der Therapie weiter erfolgreich zu engagieren.

Anders als in der reinen Gesprächstherapie werden Problemstellungen „real“ bearbeitet und nicht nur als "theoretisches Sandkastenspiel". Anders als bei der reinen Gesprächstherapie kommt es daher zu gelebter Erkenntnis, wenn sich ein negatives Verhaltensmuster positiv wandelt. Das Ergebnis ist ein rascher, nachhaltiger und alltagstauglicher Lernprozess mit ebenso raschem Therapieerfolg.



Da im Winterhalbjahr die Zeit der kurzen Tage naht, leiden dann manche Menschen an einer Sonderform – der Herbst-Winter-Depression. Dem einen reicht bei dieser melancholischen Verstimmung, die in ihrer leichten Form auch „Winterblues“ genannt wird, einfach mehr hinaus zu gehen, während sie bei anderen so stark ausgeprägt ist, dass man von einem echten Krankheitsbild sprechen darf.

Als typische Beschwerden gelten Energiemangel, depressive oder ängstliche Stimmungslage, gesteigerter Appetit mit Gewichtszunahme, vermehrtes Schlafbedürfnis und dennoch Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, vermindertes Verlangen nach Sexualität, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Das Charakteristikum einer Herbst-Winter-Depression ist, dass die Symptome mit dem Sommerhalbjahr wieder nachlassen. Daher nennt man sie auch „saisonale Depression“. Es ist ebendiese Saisonalität, die zur Hypothese geführt hat, der Mangel an Sonnenlicht wäre dafür verantwortlich.

Das beliebte Erklärungsmodell besagt: Licht wird über die Netzhaut des Auges aufgenommen und in elektrische Impulse umgewandelt, die zu einer Gehirnstruktur namens Nucleus suprachiasmaticus gelangt. Dieser leitet den Wechsel von Licht bzw. Helligkeit und Dunkelheit (Schlaf-Wach-Rhythmus) zu bestimmten Teilen des Gehirns, die für unterschiedliche Körperfunktionen verantwortlich sind.

Zu diesen Funktionen zählt u.a. auch die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, das bei Licht (fördert das "Glückshormon" Serotonin) unterdrückt und bei Dunkelheit produziert wird. Dem Schlafhormon wird u.a. eine "depressionsfördernde" Wirkung zugeschrieben. Auch Blutdruck, Körpertemperatur, Hungergefühl, sexuelles Bedürfnis und unsere Stimmung wird vom täglichen Rhythmus aus Licht und Dunkelheit beeinflusst.

Vom tatsächlichen biologischen Wirkmechanismus der netten Hypothese hat man allerdings keine Ahnung. - Eine Hypothese eben.

Vor diesem Hintergrund wird immer wieder „Lichttherapie“ empfohlen. Behauptet wird ein antidepressive Effekt von Tageslichtlampen, der  über das Auge vermittelt wird. Analog verwandelt die Netzhaut die Lichtsignale in serotoninfördernde Nervenimpulse um.

Was bei dieser scheinbar hoch plausiblen Hypothese verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass selbst bei dichtestem Nebel selbstverständlich ausreichend UV-Strahlen vorhanden sind, die über spezielle Netzhautstimulation die körpereigene Serotoninproduktion anregen. Es würde also der ausreichende Aufenthalt im Freien völlig ausreichen, um hier nachzubessern. Wozu soll man da in teure "Lichttherapiesitzungen" oder spezielle "Therapielampen" investieren? Möglicherweise ist das eine Frage des "heilsamen Rituals".

Mit der MTG-Therapie steht eine vielseitige Behandlungsvariante zur Verfügung, die den Aufenthalt in der Natur – also „im natürlichen Licht“ – mit lösungsorientiertem Verhaltenstraining verbindet. Funktioniert ganz ohne Speziallampen hervorragend.

Erprobt ist die MTG-Therapie bei unterschiedlichen Depressions- oder Angstvarianten und kann als Outdoor-Therapie bei der Saisonalen Depression besonders erfolgreich eingesetzt werden. Nicht zuletzt, weil sie sich in ihrer Umsetzung nicht auf die Wirkung des Lichts beschränkt, sondern ein deutliches Mehr an multimodalen therapeutischen Benefits bietet.

Abschließend sei erwähnt, dass die "Serotonin-Hypothese" ein Lieblingsthema der Pharmaindustrie und ihrer medizinischen Wasserträger ist. Tatsächlich leisten mindestens ein Dutzend Signalstoffe des Nervensystems unterschiedliche Beiträge zum biochemischen Hintergrund einer Depression. Sehr viel mehr Details weiß man dazu nicht. Serotonin ist nur ein solcher Stoff, aber "zufällig" gibt es entsprechende Medikamente, die den Serotoninspiegel heben. Auch wenn unsere Cortisol-Speicher durch Dauerbelastung entleert sind, erleben wir eine Depression - die Erschöpfungsdepression. 

Aus aktuellen Anlass sei erwähnt, dass es das Phänomen der subklinischen (nur im Labor sichtbaren)  Entzündungsreaktion bei psychischer Überlastung völlig unabhängig von der Depression gibt. Hoch wahrscheinlich also, dass es sich um eine Reaktion auf psychischen Stress handelt.

Nehmen Sie bitte keinesfalls unkontrolliert über längere Zeit "Entzündungshemmer" ein - also leichte Schmerzmittel - denn das könnte zu Nierenversagen und Dialyse führen!!! Diese Informationen sind eine Manipulation der Pharmaindustrie und beruhen nicht auf naturwissenschaftlich bewiesenen kausalen Fakten, sondern auf rein spekulativen Hypothesen. Wie übrigens die gesamte Psychiatrie.

Auch bei vielen anderen Erkrankungen sind Entzündungen mit beteiligt - dazu gehören Diabetes, Thrombosen, Gehirnschlag, Herzinfarkt und viele andere. Deshalb versucht man auch nicht, die Menschen unkontrolliert mit Entzündungshemmern abzufüllen.